Der richtige Sofabezug: Textil- oder Lederbezug fürs Schlafsofa?

Wichtig sind beim Schlafsofakauf nicht nur Design oder Komfort. Auch die Wahl des Bezuges ist überaus wichtig. Robust sollte er sein, und am besten schön pflegeleicht – schließlich wollen Sie lange etwas von Ihrem neuen Möbelstück haben. Textil- oder Lederbezug, was ist für mich richtig? Wir erklären Ihnen die jeweiligen Vorteile. Um keinen Fehlkauf zu landen, sollten Sie bei der Suche nach dem geeigneten Sofabezug außerdem auf ein paar besondere Kriterien achten.

Ein Sofabezug – der Partner für die eigene Lebenslage

Ein grober Baumwollstoff, feines Leder oder doch lieber ein Mischgewebe? Neben der Suche nach dem richtigen Design kann auch die Suche nach dem richtigen Bezugsmaterial eine Herausforderung darstellen. Wie gehe ich also am besten vor? Gehen Sie in sich und reflektieren Sie Ihre derzeitige Lebenssituation. Haben Sie Kinder? Einen Hund? Eine Katze? Wer schläft auf dem Sofa? Wie oft soll es genutzt werden – und wo soll es stehen?

Je nachdem wie Wohnsituation und Lebenslage aussehen, wird das Möbelstück auch verschieden stark strapaziert. Lassen Sie sich am besten von einem Experten beraten!

Der richtige Sofabezug – Textil oder Leder?

Wer Kinder oder Haustiere hat, der sollte sich lieber über einen pflegeleichten (Glatt-)Lederbezug informieren. Flecken sind leichter abwischbar und Tierhaare setzen sich nicht so leicht in den Stofffasern fest. Etwas gemütlicher wird es mit einem Stoffbezug, zum Beispiel aus Baumwolle, Mikrofaser oder Polyester. Wenn Sie trotz Ihres Haustieres einen Stoffbezug bevorzugen, sollte dieser möglichst dicht gewebt sein und eine glatte Oberfläche haben. Wer Kinder im Haushalt hat und sich einen Textilbezug wünscht, sollte sich melierte und dunklere Stoffe anschauen. Diese können sowohl fein als auch grob gewebt sein. Tipp: Optimal ist es, wenn die Bezüge zusätzlich abziehbar sind.

Übrigens sind gute Polyesterbezüge heutzutage kaum noch von Baumwolle zu unterscheiden. Diese haben sich in den letzten Jahrzehnten stark weiterentwickelt. Der Vorteil? Sie sind sehr langlebig und robust. Außerdem lassen sich Polyesterstoffe gut reinigen.  

Daran erkennen Sie einen guten Stoffbezug

Worauf Sie bei der Stoffwahl achten sollten? Zunächst auf eine gute Qualität. Informieren Sie sich in einem seriösen Onlineshop oder Fachhandel über die verschiedenen Möglichkeiten. Es ist auch möglich, sich Stoffproben nach Hause schicken zu lassen. So können Sie die Textilien in Ruhe anfassen – und fühlen, ob sie Ihnen zusagen.

Haben Sie in diesem Zusammenhang schon einmal etwas von Pillingbildung oder Lichtechtheit gehört? Dabei handelt es sich um messbare Qualitätskriterien, die Ihnen bei der Suche nach dem richtigen Bezug für Ihr Sofa helfen können. Diese Qualitätskriterien von Polsterstoffen sollten Sie kennen:

  • Scheuerbeständigkeit: Im Zusammenhang mit dem industriellen Textilbegriff “Scheuertouren” bezeichnet Scheuerbeständigkeit die Widerstandsfähigkeit eines Stoffes gegen Abrieb. Dies ist sehr wichtig, um einen möglichst lange haltbaren Bezug zu wählen. Durch den Martindale-Test, eine verstärkte Simulation des täglichen Gebrauchs, werden Werte zur besseren Einordnung erhoben und öffentlich ausgewiesen. Je höher der Wert, desto robuster ist er auch. Laut der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) sollte der Wert nicht unter 10.000 Martindale liegen. Wer tobende Kinder oder Haustiere hat, greift also besser zu Stoffen, die mindestens 12.000 bis 15.000 Touren standhalten. Und alles, was darüber liegt? Umso besser.  

  • Pillbildung: Dieser Begriff bezeichnet die Neigung des Stoffes zu einer Knötchenbildung der Fasern. Knoten (Pills) können entweder aus dem Stoff selbst entstehen (Eigenpill) oder durch die Einwirkung von Fremdfasern, zum Beispiel durch Kleidung (Fremdpill). Naturfasern sind meist weniger anfällig als Kunstfasern. Bei der Pillbildung handelt es sich in erster Linie um eine optische Mangelerscheinung, denn die Knötchen lassen sich meist mit einer Fusselbürste gut entfernen. Auch die Pillbildung wird durch ein Martindale-Verfahren geprüft. Zur besseren Einordnung: Die Skala reicht von 1 (starke Pillbildung) bis hin zu 5 (keine Pillbildung).

  • Abrieb: Hinter diesem Fachausdruck steckt eigentlich nichts anderes als die Reibechtheit bzw. Abriebfestigkeit. Er gibt an, wie leicht sich Farben (z.B. von Jeanshosen) auf den Bezug abreiben. Stufe 1 bedeutet eine sehr geringe Reibechtheit, Stufe 5 eine sehr hohe. Heutzutage können nahezu alle Stoffe gut gereinigt werden, dennoch lohnt es sich auf diesen Wert zu achten. Vor allem, wenn es ein heller Stoff sein soll.

  • Lichtechtheit: Beinahe jeder Stoff bleicht unter der Einwirkung von Licht aus. Doch wie schnell oder stark er ausbleicht, ist von Stoff zu Stoff unterschiedlich. Bei der Lichtechtheit handelt es sich also um die Widerstandsfähigkeit eines Textils gegen Licht. Dunklere Stoffe sind hierbei robuster als helle. Zudem sind Kunstfasern widerstandsfähiger als Naturfasern. Durch einen Test mit UV-Licht ergeben sich spezielle Werte, die von 1 (geringe Lichtechtheit) bis zu 8 (sehr gute Lichtechtheit) reichen.

Kunstleder oder echtes Leder?

Vergleicht man ein Ledersofa mit einem Stoffsofa, so ist ersteres meist empfindlicher und pflegeintensiver. Doch bei richtiger Pflege halten sie viel länger – eine Anschaffung fürs Leben. Dadurch rechtfertigen sie also auch den häufig deutlich höheren Preis. Doch im Gegensatz zu weichem Echtleder gibt es auch noch die Möglichkeit eines Kunstlederbezuges. Die Vorteile: Es ist günstiger, weniger fleckenanfällig und tierfreundlich.

Gutes Kunstleder lässt sich mittlerweile kaum von Echtleder unterscheiden. Es besitzt eine angenehme Haptik und ist zudem atmungsaktiv. Aber auch hier heißt es: Genau hinschauen und informieren! Im niedrigeren Preissegment werden häufig weniger hochwertige Kunstleder verwendet. Diese haben meist keine angenehme Haptik und sind weniger atmungsaktiv.  

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